Fundstücke // Möbel und etwas Taschengeld

Ich habe noch nie etwas gewonnen (der lebensgroße Plüsch-Storch vor etwa 20 Jahren zählt nicht), bestelle fast immer die Niete auf der Speisekarte, verliere grundsätzlich beim Kniffeln und habe bei einem Platzregen keinen Schirm dabei. Ich kann also nicht behaupten, dass mich das Glück verfolgt. Aber in einer Sache haben es all die guten Götter und Geister bisher sehr wohlwollend mit mir gemeint: Ich finde Möbel, richtige Schätze.

Mein erstes Fundstück ist bis heute mein Lieblingsplatz zum Lesen. Ich war gerade dabei meine erste Wohnung zu beziehen und wollte mit meinem Papa alte Gardinenstangen zum Sperrmüll bringen, als ich ihn entdeckte: Der Sessel stand direkt vor der Einfahrt des Recyclinghofs in der Gradestraße. Seit 2003 ist er fester Bestandteil meiner wechselnden WG-Zimmer und Wohnungen.

Mein erstes Fundstück: ein Lieblingssessel
Mein erstes Fundstück: ein Lieblingssessel

Etwa zwei Jahre später kam eine alte Kommode dazu, die noch heute in meiner ehemaligen Kreuzberger Wohnung steht und inzwischen das Zuhause meines Bruders ist. Über die Jahre sammelten sich ein alter Massivholztisch, kleine Nachtschränke, Nähtischchen, viele Stühle, eine alte Leiter und zu Mobiliar umgewandelte Weinkisten an. Einiges habe ich behalten, anderes verliehen, verschenkt oder verkauft.

Stühle von der Straße
Stühle von der Straße

Und letzten Samstag hat das Glück wieder zugeschlagen: Wir waren gerade auf dem Weg zum Markt, als wir vor einem Haus eine „verdächtige“ Ansammlung von Möbeln entdeckten. Und tatsächlich: „Zum Mitnehmen!“

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„Zum Mitnehmen!“
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Und was für Schätze befinden sich in den Schubladen…?

Ich bewachte unseren Schatz, bis wir die Fundstücke in den Bus einluden. Wir entschieden uns für zwei sehr gut erhaltene Cocktailsessel, ein Nähschränkchen samt Inhalt und ein Foto, das zu wilden Spekulationen über die einstigen Besitzer dieses Mobiliars einlädt.

Ein Hoch auf unseren Bus!
Die Vorbesitzer: Hundi und Alf
Die Vorbesitzer: Hundi und Alf

Vom Möbelfund zum Taschengeld:

Den Inhalt des Nähschränkchens haben wir mit großem Interesse durchstöbert und sogar einen Goldzahn gefunden. Das Schränkchen selbst haben wir einem befreundeten Schneider geschenkt. Die Sessel und einen Großteil der Knöpfe haben wir bei ebay Kleinanzeigen und auf dem Flohmarkt verkauft. Der Goldzahn wurde zu einer Scheideanstalt geschickt, die uns dafür ein paar Euros gutgeschrieben hat.

Ein echter Goldschatz
Ein echter Goldschatz

Auch wenn nicht alle Fundstücke brauchbar oder zum Verkauf geeignet sind: Unsere Straßen sind voller Schätze und eigener Geschichten dazu.

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Allerdings sollten weder unsere Straßen und schon gar nicht unsere Wiesen und Wälder als Mülldeponie herhalten. Müll gehört auf den Müll!

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3 Gedanken zu “Fundstücke // Möbel und etwas Taschengeld

  1. Es gibt einen sehr schönen Altwarenladen and der Wandsbeker Chaussee 189 – Schneppchen – dort sogar gelegentlich echte Antiquitäten – dort kaufen sogar Händler. Viel Spaß weiterhin mit immer neuen Fundstücken!

    1. Solche Läden sind wahre Schatzkästchen. Diesen Laden kenne ich nicht. Vielleicht ja mal bei einem Besuch in Hamburg. 🙂

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