Von Berlin nach Istanbul // Berlin

Noch bevor überhaupt klar war, dass ich in den Genuss von sechs Wochen Sommerferien kommen würde, war unserer nicht erster, aber erster gemeinsamer größerer Trip geplant. Mein Wunsch: Istanbul. Sein Wunsch: Osteuropa. Balkan und Istanbul? Mit der Eisenbahn? Let’s do it!

Ich war vorfreudig hoch zehn. Seit vielen Jahren träumte ich davon, die Stadt am in der Sonne glitzernden Bosporus aus den Fatih Akin Filmen zu besuchen. Mein Wunsch nach Istanbul zu reisen war bei jeder Reisezieldiskussion präsent und wurde nun endlich erfüllt.

Und jetzt, also genau jetzt, ist es fast soweit. Noch ein Mal schlafen – naja ein halbes Mal trifft es wohl eher – und dann steigen wir in den Zug nach Prag. Es ist kurz nach Mitternacht und ich blicke auf zwei gepackte Rucksäcke und mehr als drei ungewissen Reisewochen entgegen. Aufregend. Zum Glück haben wir uns doch dazu entschlossen, Unterkünfte in Prag und Budapest zu buchen. Denn die Hoffnung, wenige Tage vor Reisebeginn noch einen Schlafplatz über Couchsurfing in einer der beiden Städte zu bekommen, stellte sich trotz sehr zahlreicher Anfragen als ebenso weltfremd heraus wie damals in Amsterdam. Dass man aus manchen Fehlern aber auch nicht lernt…

Anstatt mir jetzt endlich die Zähne zu putzen und es mit dem Schlafen wenigstens zu versuchen, liege ich regungslos auf dem Bett und denke an die zurückliegenden Tage in Hamburg. An den Schanzenbummel, die Achterbahnfahrt auf dem Dom, das Pizzabacken, den Nachmittag im Gängeviertel, den Vogelball, den Spaziergang durch Wilhelmsburg und wie schnell die letzte Woche vergangen ist. Und obwohl ich gerade ganz still auf dem Bett liege und nichts den Anschein erweckt, dass sich die Erde dreht, scheint die Zeit doch irgendwie zu rasen. Hamburg – Berlin – Prag – Budapest und noch weiter bis nach Istanbul. Wie schön das Leben doch sein kann! Die Vorfreude kitzelt in meinen Fingerspitzen.

Vermutlich werde ich in dreieinhalb Wochen wieder auf dem Bett liegen und daran denken, was ich alles auf dem Weg erlebt habe und mich wieder fragen, wie die Zeit nur so schnell vergehen konnte. Aber bevor es in ein paar Stunden losgeht, sollte ich noch ein wenig schlafen.

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