Von Berlin nach Istanbul // Veliko Tarnovo

Noch mehr Reisefreunde, Regentage, treue Vierbeiner, viele Wege führen nach Istanbul. 

Im Zug lernten wir zwei Reisende aus Panama kennen. Sie ist ursprünglich aus der Ukraine, er aus Argentinien. Gemeinsam mit unserem Reisefreund aus Italien erlebten wir die kurzweiligste Bahnfahrt dieser Reise. Wir tauschten Couchsurfing-Erfahrungen aus, genossen die Aussicht und überquerten die Grenze von Rumänien nach Bulgarien. Reisen verbindet.

Als wir abends gegen sieben am Umsteigebahnhof in Gorna Oryahovitsa, kurz vor Veliko Tarnovo, ankamen, hörten wir beim Umsteigen eine Durchsage für den Zug nach Istanbul. Zug nach Istanbul? Wir waren doch sicher, dass der Bosporus Express aufgrund von Bauarbeiten auf der Zugstrecke nicht fahren würde…
Überraschenderweise war eben unserer Zug nach Veliko Tarnovo der selbe Zug nach Istanbul. Sollten wir etwa gar nicht über Sofia fahren müssen? Das wollten wir gleich am nächsten Tag in Erfahrung bringen!

Angekommen in Veliko Tarnovo, der mittelalterlichen Hauptstadt im einstigen Bulgarischen Reich, waren wir direkt entzückt: Gute Luft und schönste Berge empfingen uns. Mit den Reisenden aus Panama verabredeten wir uns für den späteren Abend und liefen mit dem Italiener zu unserer Pension. Wir luden ihn ein, mit bei uns zu schlafen. Kurzerhand wurde bei uns im Zimmer ein Gästebett aufgestellt. So einfach.

Abends gingen wir zu fünft essen und lernten uns bei Bulgarischem Wein näher kennen. Spannend, was uns über ein Aussteigerleben in einem Gästehaus in der Karibik in Panama erzählt wurde. Neu auf unsere ToDo-Liste: Panama und Peru bereisen.

Müde fielen wir nachts in unsere Pensionsbetten.

Tag 16

Wie vom Wetterbericht angekündigt regnete es bereits am Morgen. Der Italiener war schon auf dem Weg zur Tsarevets Festung.
Da es uns in Veliko Tarnovo so gut gefiel und wir noch mehr Zeit mit unseren netten Reisebekanntschaften verbringen wollten, entschieden wir uns gegen Sofia. Viele Wege führen nach Istanbul. Also kauften wir ein Zugticket für den Bosporus Express und erfuhren, dass ab Dimitrovgrad ein Busersatzverkehr die weitere Strecke nach Istanbul fahren würde. Das sollte uns nicht stören.

Anschließend wollten wir dem Regen trotzen und entschieden uns für eine Stadtführung. Unser Trotzen wurde belohnt und der Regen hielt sich für die Dauer der Tour brav zurück.

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Dann begann es aber wieder zu regnen. Zu fünft verbrachten wir die Zeit daher am sinnvollsten mit Essen, Mittagsschlaf und Trinken. Genau in dieser Reihenfolge.

Tag 17

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unserem lieben Reisefreund aus Italien und bestellten die besten Grüße für die beiden anderen Reisenden aus Panama. Für diese drei ging es weiter nach Plovdiv.

Uns blieb noch ein ganzer Tag bis zur Abfahrt am Abend. Wir liefen zur Festung und wurden dabei den ganzen Weg von zwei struppigen, aber irgendwie sehr liebenswerten Straßenhunden begleitet. Sie folgten uns so treu, dass wir einige strafenden Blicke ernteten, die uns wohl wissen lassen sollten, dass wir „unsere“ Hunde besser pflegen und vielleicht auch anleinen sollten…

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Die nachmittäglichen Stunden vergingen zäh. Zudem hatten wir „Klassenfahrtblues“, weil uns unsere Reisefreunde fehlten. Erlöst wurden wir am frühen Abend mit dem ratternden Anfahren des Bosporus Express in Richtung Istanbul, dem letzten Stop unserer Reise.

Bulgarien, du hast uns (bei diesem einen Stop) positiv überrascht!

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