Wandern // 5 Tipps für absolute Beginner

Nach unzähligen Urlauben am Meer und nur wenigen Ausflügen in die Berge, haben mich die Alpen diesen Sommer magisch angezogen. Ich wollte spüren, wovon so viele immer berichten: dem Himmel ganz nah, in der Ferne die schneebedeckten Bergkuppen, das Glücksgefühl, wenn man einen Gipfel erklommen hat und das Steinmassiv unter seinen Füßen.

Als absoluter Beginner in Sachen „Wandern“ war ich froh über meine Begleitung mit einigen Bergerfahrungen. Dennoch konnten wir unsere Checkliste noch etwas verbessern.

panorama_spluegenpass_stausee

Hier sind meine 5 Wander-Tipps für absolute Beginner:

Bevor es losgeht:

1. Schuhe, Socken & Blasenpflaster

Ohne geht es nicht: Wanderschuhe und Wandersocken. Lasst euch im Outdoor-Fachladen beraten und erzählt den Spezis was ihr vorhabt: In welches Gebirge wollt ihr? Wie hoch wollt ihr wandern (unter/über der Baumgrenze)? Zu welcher Jahreszeit? Welches Wetter könnt ihr erwarten? Wieviel Erfahrung habt ihr?

Auch wenn es bei den Preisen für Wanderschuhe und Wandersocken schwerfällt: Lasst euch nicht von der Optik leiten, sondern achtet vor allem auf das Gefühl, wenn ihr in die Schuhe schlüpft und ein paar Probe-Schritte geht.

Schuhe und Socken solltet ihr zusammen für etwa 200 Euro bekommen, Blasenpflaster gibt es für ca. 5 Euro in der Apotheke. Nach dem Kauf zieht ihr die Schuhe am Besten bis zur Wanderung so oft und so lange wie möglich an, damit sie perfekt eingetragen sind.

Last-minute-Tipp:
Wenn wirklich keine Zeit für wochenlanges Eintragen der Schuhe bleibt, zieht eure Wanderschuhe für mindestens zwei Stunden an. Schnürt sie ordentlich fest und seid aufmerksam, wo es drückt. So findet ihr heraus, wo ihr Blasen erwarten und ihnen bestenfalls vorbeugen könnt.
Das beste Mittel gegen Blasen sind gute Wandersocken!

keine Wanderschuhe
keine Wanderschuhe
Wanderschuhe
Wanderschuhe 

2. Die Route planen

Ich musste schnell feststellen: Wandertouren sind keine Spontan-Aktionen und nichts für Langschläfer. Je weniger Erfahrung ihr habt, umso wichtiger ist die Planung der Route. Dabei solltet ihr auf Folgendes achten:

  • Schwierigkeitsgrad und angegebene Wanderzeiten (für Picknick und Fotos genügend Zeit draufschlagen)
  • Wann fährt die erste/letzte (!) Seilbahn?
  • Was kostet die Seilbahn?
  • Gibt es auf der Route Almhütten mit Bewirtung (bewirtete Almhütten haben für den Notfall oftmals ein Telefon vor Ort und manchmal sogar ein Auto)

Frühaufsteher werden nicht nur mit Sonnenaufgängen in den Bergen belohnt, sie haben auch mehr Zeit auf dem Gipfel!

morgens um 6.50 Uhr am Splügenpass
morgens um 6.50 Uhr am Splügenpass

3. Rucksack packen

Grundsätzlich gilt: Jedes Kilo weniger ist von Vorteil. Aber auf ein paar wichtige Dinge solltet ihr bei keiner Wanderung verzichten:

  • kleines Erste-Hilfe-Set (Blasenpflaster, normale Pflaster, Sonnencreme, Schmerztabletten)
  • leichte Wind- oder Regenjacke
  • ein Halstuch und Mütze (gegen Sonne und Kälte)
  • Taschenmesser und Wasserflasche (füllt euch immer frisches Wasser ab, wenn ihr an Bergbächen vorbeikommt)
  • Snacks für ein Picknick
  • analoge Wanderkarte (auf dem Berg ist oft kein Netzempfang)

trinkflasche-auffuellen
Ich habe zudem immer meinen Fotoapparat, ein kleines Fläschchen mit Massageöl (gegen schwere Beine) und ein bisschen Geld mitgenommen.

Naschkatzen-Tipp:
Am Wegesrand und auch oberhalb der Baumgrenze könnt ihr Walderdbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren (Blaubeeren) finden. Denkt aber daran, dass sich auf niedrig wachsenden Waldbeeren Eier vom Fuchsbandwurm befinden können. Ab einer Strauchhöhe von etwa einem halben Meter ist das Abernten jedoch unbedenklich.

heidelbeeren

Auf dem Berg:

4. Markierungen beachten

Seid schlauer als wir es waren: Versucht erst gar nicht eine Abkürzung zu nehmen! Bleibt immer, wirklich immer auf dem markierten Weg – selbst die ausgewiesenen Wanderwege haben es manchmal schon in sich.

wanderweg_markierung

Faustregel für den Notfall: Überall dort wo noch Kühe (oder Kuhfladen) sind, können wir auch noch ohne größte Anstrengung vorankommen.

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5. Zeit und Kondition

Achtet auf eure Kondition und die Zeit. Es gibt Tage an denen man einfach nicht so fit ist. Da kannst du nichts machen, außer viele Pausen oder umkehren. Hört auf euren Körper und geht kein Risiko ein. Entkräftet oder viel zu spät auf dem Gipfel kann gefährlich werden, denn bei Sonnenuntergang solltet ihr runter vom Berg sein. Habt die Zeit im Blick und denkt daran, dass der Abstieg etwa genauso lange dauert wie der Aufstieg und nicht selten sogar anstrengender ist.

Umwelt-Tipp:
Was man auf den Berg mit rauf nimmt, nimmt man auch wieder mit runter!

Viel Spaß beim Wandern & genießt die Aussicht.

aussicht-am-spluegenpass

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