Türchen Zwanzig

„Wir trafen uns an der Uni, um die Bibliothek zu besichtigen, in allen Sommerkursen war das immer ein Programmpunkt, als würde man nicht sein halbes Leben in mit Büchern vollgestopften Räumen verbringen. Die Professorin wusste nicht, ob Ceaușescu seine letzte Rede, von der man die Fernsehbilder kennt, vom Balkon des ehemaligen Parteigebäudes gehalten hat. So sehr hassen manche diese Zeit, in der man sogar seine Schreibmaschine bei der Polizei deklarieren musste, dass sie sie einfach vergessen wollen. Wir werden deshalb so wenig wie möglich mit Zeitgeschichte oder aktueller Politik belastet. Sie war zum Zeitpunkt der Revolution im Krankenhaus gewesen, um ihr zweites Kind zu bekommen. Ihre Hochzeit werde sie nie vergessen, weil die einzigen Schuhe, die sie auftreiben konnte, eine Nummer zu klein waren.“

(Jochen Schmidt: Gebrauchsanweisung für Rumänien.)


Mein digitaler Adventskalender

Jeden Tag ein Türchen mit Zitaten aus Büchern, die mich berührt und inspiriert haben.

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