Ein Wochenende am Meer – Entspannen in Goa

Goa. Der kleinste indische Bundesstaat an der Westküste Indiens unterhalb von Mumbai ist bekannt für Yoga-Centren, Fullmoon-Partys und als Eldorado für Aussteiger und Hippies. Sandstrände und das Meer, üppige Vegetation und gutes Essen waren die Gründe, die meine Freundin und mich bewogen haben, dort ein Wochenende zu verbringen und zu entspannen.

Anreise

Von Mumbai ist die Anreise unkompliziert. Es gibt zwei gute Möglichkeiten, nach Goa zu gelangen: mit dem Zug oder dem Flugzeug. Wir haben uns fürs Fliegen entschieden, da wir nur begrenzt Zeit hatten und diese nicht zu großen Teilen im Zug verbringen wollten. Außerdem gab es günstige Inlandflüge für umgerechnet etwa 75 Euro (Hin- und Rückflug). Bahntickets sind dennoch viel günstiger. Wen es nicht stört, in einfachen, oftmals nicht klimatisierten Zügen auf engstem Raum mit anderen zu reisen, der sollte den Zug nehmen. Der Blick aus dem Fenster auf die grüne Landschaft lohnt sich.

Je nachdem an welchem Bahnhof man ankommt und wo es hingehen soll, kostet eine einstündige Taxifahrt zwischen 1.000 und 2.000 INR. Wir hatten ein kleines Hotel in der Nähe von Candolim und haben vom Flughafen für die etwa einstündige Fahrt 1.200 INR bezahlt.

Unterkunft

In Goa gibt es von den einfachsten Strandhütten für unter 5 Euro/Nacht (dann meistens ohne warmes Wasser) bis hin zu Luxus-Ressorts alles was das Urlauberherz begehrt. Ich bevorzuge es einfach, aber sauber und gerne mit warmen Wasser. Meiner Freundin war zudem die Sicherheit vor Ort (eingezäuntes Areal mit einem Pförtner) sehr wichtig. Bezahlt haben wir 3.500 INR/Nacht für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück. (Das entspricht etwa 20 Euro/Nacht pro Person).

Mein Tipp:
Wer sich nicht zutraut, spontan vor Ort eine Unterkunft zu suchen, sollte das unbedingt von Indien aus machen. Der Vergleich einschlägiger Buchungs- und Hotelseiten zeigt, dass die Preise von Deutschland aus teilweise um ein Vielfaches höher ist.

Beste Reisezeit

Wer im Dezember und Januar einen der belebteren Strandorte besuchen möchte, sollte unbedingt im Voraus eine Unterkunft reservieren, da diese Monate die beliebtesten sind – bei Einheimischen und Reisenden aus fernen Ländern gleichermaßen. Wer dem größten Trubel und Monsunregen entgehen möchte, sollte im Oktober/November oder ab Mitte Februar nach Goa reisen.

Vor Ort

Ich persönlich mag es ruhig und so authentisch wie möglich. Daher war ich mehr als froh, keine Partys oder zu große Touristenströme vor der Nase zu haben. Natürlich gab es einige Touristen, darunter viele Inder wie meine Freundin, die wie wir nicht feiern, sondern entspannen wollten. Unsere Aktivitäten beschränkten sich auf lange Strandtage und Restaurantbesuche am Abend. Allerdings gibt es in Goa viele Strände, an denen Wassersportaktivitäten angeboten werden. Wer etwas mehr ins Landesinnere fahren möchte, kann sich ein Moped leihen oder mit dem Taxi oder Bus fahren.

Palmen in Goa
Typisch für Goa: die rotbraune Erde und die vielen Palmen
Auf dem Weg zum Meer verkaufen Einheimische Tücher, Gewürze und noch vieles mehr.
Am Wochenende müssen die Kinder nicht die Schule besuchen und helfen ihren Eltern im Geschäft oder in den Strandhütten.
Goa hat fruchtbare Erde und ist sehr grün.
Goa hat eine beeindruckende Flora und Fauna. Dieser Schmetterling lag leider tot auf dem Fußboden unseres Hotels.

Am Meer

Der Weg zum Meer ist vielfach mit kleinen Buden gesäumt, die Tücher, Kunsthandwerk, Gewürze oder billigen Touristenkram verkaufen. Das Arabische Meer hat im Oktober für mich eine sehr angenehme Wassertemperatur zwischen 25 und 28 Grad. An den langen Sandstränden haben wir gemeinsam mit den Kühen stundenlange Spaziergänge gemacht und im Schatten eines Sonnenschirms gelesen und geschlafen. Der Strand ist gesäumt von Strandhütten „Shacks“, die Getränke und Essen verkaufen und Strandbetten mit Sonnenschirmen bereitstellen. Einige Shacks verfügen über eine gute und meistens preisgünstige Speisekarte. In der Nebensaison (Oktober/November, Februar/März) haben nicht alle Shacks geöffnet. Dennoch ist es absolut kein Problem, einen schönen Platz zu finden. Bei dem großen Angebot waren manche Shacks komplett leer. Ich mochte mir nicht vorstellen, wie voll es dort werden kann, wenn in der Hauptsaison alles belegt ist.

Mein Tipp:
Viele Shacks nehmen keine Tagesmiete für die Strandbetten und Schirme, sobald Getränke oder Speisen bestellt werden. Dennoch sollte das besser vorab geklärt werden!
Wir haben direkt am ersten Tag eine gemütliche Strandhütte mit nettem, nicht aufdringlichem Personal gefunden und sind ihr über die Dauer unseres Aufenthalts treu geblieben.

Manchmal waren mehr Kühe als Menschen am Strand.
Die Ruhe vor dem Sturm: In der Nebensaison war es noch herrlich leer in den Strandhütten.
Auch am Tag zu sehen: der Mond über Goa
Sonnenuntergang am Meer
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