Marokko // Essaouira

Aus einer Nacht werden zwei, von Hafengerüchen, Umwegen zum Strand, Notgroschen für frischen Fisch und einem Berber-Omelette. 

Der Bus schaukelt uns über das marokkanische Inland, vorbei an grünen Feldern, vom Wind verwehten Plastikmüllbergen und Ziegen in den Ästen von Arganbäumen (kein Scherz!). Zur Mittagszeit erreichten wir Essaouira. Wir liefen zur kleinen Medina und fanden das „Riad Darko“ sehr schnell. Unser Zimmer im obersten Geschoss und auch die Dachterrasse waren (nicht nur für den erschwinglichen Preis) sehr schön.

hafenmauer_essaouira

Mit etwas Hunger bummelten wir zum Meer und kauften auf dem Weg eine der vielen Schüsseln aus der Keramik-Stadt Safi*. Zwischen den Fischkuttern staunten wir über die vielen Fischstände und den sehr strengen Hafengeruch, der unzählige Möwen anlockte. Wir taten es allen Touristen gleich und suchten uns in Hafennähe eine der Fischbuden, an denen wir uns den frischen Fisch aussuchten und der dann auf dem Grill zubereitet wurde. Dazu eine eiskalte Cola und Pommes. Lecker.

cola_essaouira

Da sich unser Urlaubsportemonnaie in den letzten Tagen gelehrt hatte, steuerten wir den ersten Geldautomaten an. Leider hatten wir kein Glück. Auch bei zwei weiteren Automaten bekamen wir kein Geld. Ein bekanntes „connection problem“ wie es schien.

Unser Geld reichte noch für eine weitere Nacht, um die wir schon vor der ersten spontan verlängerten, und für ein Sandwich beim abendlichen Spaziergang durch die Altstadt.

Tag 8

Vom verbleibenden Bargeld gönnten wir uns ein großes Frühstück – wir hatten an diesem Tag einen Ausflug geplant und waren bezüglich des Geldes sehr optimistisch! Leider hielt der Optimismus nur bis zum nächsten Automaten, der uns wieder kein Geld ausspuckte. Wir kramten unsere Notfall-Euros hervor und tauschten die Hälfte davon in Dirham um. An dieser Stelle schwor ich mir, nie wieder ohne ausreichend Bargeld zu reisen! 

platz_essaouira

Tagesziel war es, unsere Füße im Meer zu baden. Besonders empfohlenen wurde uns der Strand von Sidi Kaouki. Leider fanden wir kein Taxi kollektiv nach Sidi Kaouki und ein Taxi allein, nun ja, konnten wir uns nicht leisten. So liefen wir los. Immer der Nase nach, irgendwo würden wir schon zum Strand gelangen. Tatsächlich erreichten wir nach einem kleinen Fußmarsch den Stadtstrand von Essaouira, direkt neben dem Hafen. Das hätten wir auch leichter haben können…

hafen_essaouira

Unsere Füße spürten Sand und Meerwasser. Mittags aßen wir wieder an den Grillbuden am Hafen. Dieses Mal entschieden wir uns für Sardinen, die absolut köstlich und praktischerweise auch preisgünstig waren. Beim Abendessen gönnten wir uns dann doch etwas mehr: Fisch und gegrilltes Gemüse & Tajine mit Pflaumen und Aprikosen. Das kleine Restaurant namens „Delices et saveurs“ ist sehr zu empfehlen und bei Tripadvisor zu finden.

Tag 9

Zuversichtlich, dass die Geldautomaten in Marrakesch keine Verbindungsprobleme mit unseren Karten haben werden, hauten wir unser fast letztes Geld bei einem ordentlichen Frühstück raus. Aber wer kann schon einem Berber-Omelette mit Kreuzkümmel, traditionell zubereitet in der Tajine widerstehen? Satt und zufrieden, dass das Wetter erst umschlug als wir mittags die sagenumwobene Küstenstadt verließen, stiegen wir in den Bus zurück nach Marrakesch.

 

Übrigens: Glaubt man den Einheimischen und nicht den geschäftstüchtigen Barbesitzern oder so manchem Reiseführer, hat Jimi Hendrix nie in Essaouira gelebt, sondern dort nur ein paar Tage Urlaub gemacht und vermutlich nicht mehr oder weniger marokkanisches Hasch geraucht, wie jeder zweite Tourist heute auch.

*Randnotiz: Prüft beim Kauf eure Töpferwaren genau. Zuhause in Berlin stellten wir leider fest, dass die „Qualitätsware“ nicht gerade auf dem Tisch steht…

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