Flurlektüre #4 Mario und der Zauberer von Thomas Mann

Thomas Mann: MARIO UND DER ZAUBERER // Wie der Untertitel es schon verrät, handelt es sich bei der Erzählung von Thomas Mann um eine Reisegeschichte mit tragischem Ende.

Zu Beginn beschreibt Mann als namenloser Ich-Erzähler den italienischen Ort Torre di Venere, in dem er mit seiner Frau und den beiden Kindern mehrere Wochen Urlaub macht. Dabei sind seine Ausführungen so genau, dass die Szenerie nicht nur gut vorstellbar ist, sondern ebenso an einen überfüllten Badeort aus der heutigen Zeit erinnert. Die Tragik kündigt der Erzähler schon zu Beginn an, in dem er sich immer wieder an die/den Lesenden wendet und sich zu erklären versucht, wieso er nicht schon früher mit seiner Familie abgereist ist, z.B. das Umquartieren in ein anderes Hotel zum Anlass genommen hat.

Ort des schrecklichen Geschehens ist die Vorführung des Magiers Cipolla in Torre di Venere. Die Kinder des Erzählers drängten ihre Eltern mit ihnen die Show zu besuchen. Auch hier hakt der Erzähler immer wieder ein, dass er dem Besuch nicht hätte zustimmen sollen oder spätestens in der Pause der Aufführung hätte gehen sollen. Das halbe Dorf, unter den Zuschauenden ebenso der Familie gut bekannte Kellner Mario, verfolgt die Taschenspielertricks des stets trinkenden und rauchenden Cipolla mal mehr mal weniger begeistert. Der Ich-Erzähler macht kein Geheimnis aus seiner Abneigung gegen den Magier, dessen größte Kunst die der Hypnose ist. Eine Reihe von Darbietungen der Hypnosekunst endet schließlich tragisch als der Kellner Mario auf die Bühne gebeten wird.

Fazit: Neben der alten, schönen Sprache schaffen die direkten Reden in italienischer Sprache eine Stimmung, die direkt nach Italien versetzt. Das dünne Buch dient als geeignete Urlaubslektüre oder als Einstieg zu den Werken Thomas Manns.


Flurlektüre

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